Viele Tomaten aus dem normalen Supermarkt lassen sich selbst ziehen. Wie vieles andere auch braucht es hier etwas Geduld und Zeit.
Montag, 27.4.2026
Nimm die Tomaten die du magst, schneide sie in dünne Scheiben und leg sie auf Erde (ich hab hier Erde aus dem Supermarkt genommen), und bedeck die Scheiben mit Erde. Ein Sieb reicht vorerst auch aus.
Befeuchte die Erde mit Wasser – aber nicht ertränken. Und dann stell ihn ins Freie oder in ein Zimmer, das du dafür ausgesucht hast.
Übrigens, mehr als dass nichts draus wird, kann eigentlich nicht sein. 🙂 Also, versuch einfach dein Glück.
Pilzzucht – ein altes „Hobby“. Auch das gehört zum Thema Selbstversorgung, Pilze sind gesund, schmecken gut bei richtiger Zubereitung und können mitunter selbst gezogen werden. Auch hier gilt, erst mal informieren (gibt genug Bücher und co) – und dann selbst probieren.
Wer sagt du kannst das nicht, kauf vielleicht nur lieber, ist ja auch bequemer. Na und? Fang einfach wo an. Diese beiden sind für Anfänger relativ leicht – aber ein wenig Wissen gehört schon dazu.
Sonntag, 26.4. – neuer Versuch (wieder mal)
Kräuterseitlinge und Austernpilze gehören zu den am einfachsten selbst züchtbaren Speisepilze.
Kräuterseitlinge (links) und Austerpilze (rechts) sind fast das ganze Jahr über im normalen Supermark zu bekommen.
Nimm x-beliebiges Karton (z.B. Verpackungsmaterial), zerreiss es in kleinere Stücke und koch sie aus.
Diese Art Boxen sind online leicht zu bekommen, meist laufen sie unter Pilzzuchtboxen. Wichtig ist, sie steril zu halten. Vor der Nutzung z.B. kurz heiß ausspülen (Vorsicht, Plastik verbiegt sich – kein Geschirrspüler). Die weißen Streifen oben dienen dazu Luft einströmen zu lassen. Beschrifte was drinnen ist (links Kräuterseitlinge, rechts Austernpilze)
Lage 1: ausgekochtes und ausgepresstes Kartonmaterial Lage 2: kleine Stücke vom Pilz Lage 3: nochmal Kartonmaterial wie zuvor
Wichtig ist beim Arbeiten damit, saubere Hände. Wasch sie vorher gründlich. Ist die Box befüllt beschrifte sie und dann verstau sie an einem warmen Ort, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. Gute Optionen sind Küche oder Badezimmer.
Jede Pilzsorte ist anders, aber vielen gemein ist die Vorliebe von Wärme ohne direktes Sonnenlicht.
Im Internet darüber lesen ist einfach. Probier es selbst aus. Im Schnitt benötigen die Sprossen ca. 1 Woche. Sie benötigen täglich 2x wässern und nach dem Zuchtvorgang das Glas gut säubern, Geschirrspüler oder heiß auswaschen. Manche Sprossen wie Leinsamen sind für Gläser nicht geeignet, zu viel „Schleim“.
Tag 1 Montag 13.4. Vormittag: Kresse und Mungobohnen gewässert und auf den Kopf gestellt Linsen, Bohnen, Kichererbsen – für ein paar Stunden in Wasser gelegt
nach 8 Stunden: Linsen, Bohnen, Kichererbsen Wasser entfernt, gespült mit frischem Wasser und platziert wie Kresse und Mungobohnen
Tag 2 Dienstag 14.4. morgens und abends frisches Wasser rein, spülen und wieder ausgießen abends erste Sprossenfäden bei Linsen und Kresse
KresseLinsen
Tag 3 Mittwoch 15.4. Vormittag erste Sprossen am Werden – links Kresse – rechts Linsen morgens und abends frisches Wasser rein, spülen und wieder ausgießen
Tag 4 Donnerstag 16.4. erste Sprossen bei den Mungobohnen wie gehabt mit Wässern
Tag 5 Freitag 17.4. wie gehabt mit Wässern
MungobohnenLinsensprossen
Tag 6 Samstag 18.4. Fazit bisher: Kresse – geht aber eher mau Mungobohnen – erste gute Sprossen Linsen – die bisher besten Ergebnisse (und sind getrocknet kostengünstig im normalen Supermarkt zu bekommen) weiße Bohnen – bei zwei, drei erste, zarte Sprossen Kichererbsen – bisher rein gar nichts
Tag 7 Sonntag 19.4. Mungobohnensprossen aus 2 Teelöffel schmecken zart und knackig – gegessen mit einem Schuss Sojasauce